Die Fähre fährt, Menschen kommen und gehen, der Tag vergeht. Lange hatte ich das Gefühl, dass äusserlich nicht viel geschieht – und doch steckt in den Geschichten der Mitfahrenden erstaunlich viel Leben, Verlust und Tragik. Auch über Nils und sein eigenes Leben erfahren wir nach und nach mehr, leise und unaufdringlich. Besonders berührt hat mich die Atmosphäre des Buches: eine ruhige, fast schwebende Melancholie. Zurück bleibt eine stille Wehmut und die Frage, was bleibt, wenn Alltag, Nähe und die Menschen um uns herum langsam verschwinden.