All I Want ist ein Liebesroman, der von einer College-Studentin erzählt, die gestalkt wird und sich dadurch ihrem Erzfeind annähert, der ihr helfen möchte, den Täter zu finden. Die Grundidee des Plots hat mich nach dem Lesen des Klappentextes sehr angesprochen, leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht überzeugen.
Vor allem das Tempo der Geschichte war für mich problematisch. Mit 319 Seiten wirkt das Buch im Verhältnis zum tatsächlichen Inhalt deutlich zu langgezogen. Zwar wollte ich wissen, wie es weitergeht, doch es wurde zu keinem Zeitpunkt ausreichend Spannung aufgebaut, um das Buch zu einem echten Page-Turner zu machen. Ein erhoffter Plottwist blieb leider aus, sodass sich die Handlung insgesamt sehr ereignisarm anfühlte.
Auch emotional konnte mich die Geschichte nicht erreichen. Der Schreibstil ist recht nüchtern und distanziert, wodurch es mir schwerfiel, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Sowohl die Protagonistin Jade als auch Nick wirkten auf mich widersprüchlich und dadurch eher unzugänglich. Die emotionale Entwicklung und auch die Beziehung zwischen den beiden bleiben sehr oberflächlich, weshalb weder die Romance noch der Suspense-Anteil ihre Wirkung entfalten konnten.
Der Stalker-Plot, der eigentlich im Zentrum der Geschichte steht, kommt kaum voran. Abgesehen von einzelnen Briefen gibt es nur sehr wenig aktive Handlung, und es wird kaum wirklich versucht, den Täter einzugrenzen. Zudem werden einige Handlungsstränge eingeführt, im weiteren Verlauf aber nicht konsequent weiterverfolgt. Das Ende ist zwar als Cliffhanger angelegt, bleibt jedoch so vage, dass es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Insgesamt konnte All I Want meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Trotz einer interessanten Grundidee fehlten mir Spannung, emotionale Tiefe und eine aktive Weiterentwicklung der Handlung. Es war für mich kein Abbruch, aber auch kein Buch, das mich überzeugt. Ich werde die Serie nicht weiter verfolgen.