Direkt beim Einsteigen gab es für mich sehr viele Parallelen zu Shogun von James Clavell, zumindest was davon hängen geblieben ist. Ich fand es eine spannende Lektüre, vor allem als es immer mehr Rückblenden zu der Geschichte von Yasuke, dem afrikanischen Samurai gab. Wären die nicht gewesen, hätte ich die Lektüre fast als langweilig empfunden, zu ähnlich ist es dann doch dem Klassiker von Clavell. Zwar spielt dieser 20 Jahre nach African Samurai, aber da ich mir die Namen der Japaner nicht so genau gemerkt habe und es auch um die Einigung des japanischen Reiches ging, um Machtkämpfe und Verrat …
Yasukes Entwicklung, wie er sich selbst sieht, und was die Kultur Japans mit ihm macht, hat mich beeindruckt und auch ein wenig traurig gemacht - denn eigentlich ist der “afrikanische Samurai” auch die Geschichte eines Sklaven, der immer und immer wieder um das Überleben kämpfte und schlussendlich immer weitergereicht wurde, bis er in Japan schliesslich als das betrachtet wurde, was er ist: nämlich ein Mensch.
Wer gerne historische Romane liest, dem kann ich dieses Buch empfehlen - noch spannender wird es sein, wenn man Shogun noch nicht kennt.