Lange habe ich gezögert, Quicksilber in die Hand zu nehmen – der enorme Hype und die vielen negativen Stimmen haben mich abgeschreckt. Doch nun bereue ich, dass ich so lange gewartet habe. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt: der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und zieht einen mühelos in die Handlung hinein.
Die Geschichte selbst fühlt sich frisch und originell an, etwas, das ich so bisher noch nicht gelesen habe. Besonders die Protagonistin Saeris hat mich begeistert – stark, mutig und gleichzeitig nahbar, sodass ich sofort Sympathie für sie empfand. Auch die Nebenfiguren Carrion, Ren und Lorethe sind mit einer Tiefe und Authentizität gezeichnet, die sie fast wie echte Freunde wirken lassen.
Ein kleiner Schwachpunkt war für mich Kingfisher, der anfangs recht oberflächlich erscheint. Doch das liegt vor allem daran, dass die Geschichte aus Saeris’ Perspektive erzählt wird und sie ihm zunächst misstraut. Im Verlauf entwickelt sich sein Charakter jedoch weiter und gewinnt an Komplexität, was die Dynamik zwischen den Figuren spannend macht.
Alles in allem ist Quicksilber für mich ein echtes Highlight – ein Buch, das mich überrascht, bewegt und begeistert hat. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil und darauf, erneut in diese faszinierende Welt einzutauchen.