Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es stand überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Aber einmal angefangen, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Der ziemlich eigenwillige Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, der Roman liest sich einfach und gut.
Die Geschichte um die Schwestern Tilda und Ida und deren alkoholkranke Mutter berührt, sie klingt noch lange nach. So traurig die Situation der kleinen Familie ist, so herzerwärmend handeln die Protagonistinnen.
Ich habe die Lesestunden wirklich genossen, fand jedoch längst nicht alles plausibel. Die Drogenexzesse gingen mir auch auf die Nerven, sie passten für mich nicht wirklich zum Charakter von Tilda. Dennoch ist 22 Bahnen ein erstaunlich gutes Debüt, das sich trotz einiger Schwächen zu lesen lohnt.