Dieses Buch habe ich mir extra für den Schweden-Urlaub aufgehoben.
Zum einen, weil ich es ungestört lesen wollte - zum anderen aber auch einfach aus dem Grund, weil ich nicht tagtäglich ein 600 Seiten umfassendes Hardcover mit mir rumschleppen wollte.
Ich habe einen Moment gebraucht, um reinzufinden, da die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten erzählt wird.
Sobald man aber etwas drin ist und sich am Zeitstrahl, der zu Beginn eines jeden Kapitels aufgeführt ist, orientiert, lässt es sich gut lesen und entwickelt einen unheimlichen Sog.
Die Geschichte handelt von der 13-jährigen Barbara van Laar, die während des Sommercamps in den nordamerikanischen Adirondacks verschwindet - doch sie ist nicht die erste van Laar, die der Familie entrissen wird.
Nebst der Handlung fand ich auch die Geschichte der Mutter - Alice van Laar - und das vermeintliche Rollenbild, in das eine Frau in der Gesellschaft zu passen hat, sehr spannend und zum Teil recht bedrückend.
Die Geschichte ist unheimlich dicht, die Charaktere nahbar und die (eher) kurzen Kapitel machen Lust auf mehr.
Man will nicht, nein, man muss weiterlesen.
Ein grossartiges Buch, ich möchte es jedem empfehlen!