Ein herrliches Buch welches stark an «Der Gesang der Flusskrebse» erinnert. Viktoria ein junges Mädchen in den 1940er Jahre, welches schon einige Schicksalsschläge verkraften musste, begleitet der Leser durch ihr Leben. Sie wächst auf einer Farm auf welche sehr spezielle Pfirsiche anpflanzt, die weitherum bekannt und beliebt sind.
Sie muss noch weitere schreckliche Schicksale tragen und immer wieder steht sie auf und geht unbeirrt ihren Weg und versucht nicht zu viele Gefühle zu zulassen, um nicht an alle dem zu zerbrechen.
Jung wird sie schwanger, der Vater ein Indianer, was zu der damaligen Zeit eine Katastrophe war, und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf. Er wird umgebracht und da niemand von ihrer Schwangerschaft erfahren soll, flieht sie in die Berge und da meistert sie alles mit einer stoischen Zielstrebigkeit. Obwohl sie vor vielen Angst hat, versucht sie diese so weit als möglich zu verdrängen da sie weiss, dass sie sonst verloren wäre. Sie bringt ihr Kind zur Welt ganz alleine und als die Nahrungsmittel zu knapp werden, versucht sie zurück in die Stadt zu gehen. Der Weg ist beschwerlich in jeder Hinsicht, aber sie gibt nie auf. Sie legt einer jungen Mutter, welche sie beobachtet wie sie ihr Kind stillt, ihr eigenes Kind ins Auto und verschwindet, da sie sich für ihr Kind eine gute Zukunft erhofft, welche sie ihm nicht geben kann.
Der Leser sieht alles bildlich vor sich, die Pfirsichbäume, die Farm Viktoria welche hart geprüft wird und immer wieder aufsteht und weitermacht. Das Buch ist wunderschön geschrieben mit einem Hauch von einer Art Lebensweisheit. Man spürt die Gefühle von Viktoria auf jeder Seite.
Der Tittel passt hervorragend zur Geschichte. Viktorias Leben fliesst wie der Fluss immer weiter und weiter.
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und gebe sehr gerne 5 Sterne