Vorsicht, Spoileralarm!
Die Schweizerin Ginny entscheidet sich, ihr Studium in Irland zu absolvieren. Sie möchte nicht nur endlich ihren Vater zur Rede stellen, sondern auch ihrem gewohnten Alltag entfliehen und einen Tapetenwechsel wagen. An der Universität findet sie schnell Anschluss und lernt Menschen kennen, die ihre Leidenschaft für Fotografie und Journalismus teilen. Alles scheint perfekt zu laufen, bis sie Conor begegnet, dem Captain des Gaelic-Football-Teams der Universität und Zwillingsbruder ihres neuen besten Freundes Calleum.
Was ich mochte
Ich mochte die Chemie zwischen Ginny und Conor sowie die Beziehungen und Dramen der Nebencharaktere. Auch wenn ich einige von Ginnys Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte, wurde im Laufe der Geschichte deutlich, dass sie eine persönliche Entwicklung durchmacht. Obwohl ich grundsätzlich Romanzen an Universitäten, in denen der männliche Charakter als dominanter Captain eines Sportteams dargestellt wird, nicht besonders mag, fand ich die Umsetzung von Conor sehr gelungen. Er hatte tiefere Probleme, als man zunächst vermuten würde, und eine besondere Beziehung zu seinen Freunden und seinem Zwillingsbruder. Es war eine Slow-Burn-Romance und gleichzeitig eine tolle Geschichte, da sich beide Hauptfiguren parallel weiterentwickelten. Das fand ich sehr gelungen. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Die Geschichte hat mich zum Lachen gebracht, war leicht verständlich und in einem sehr angenehmen Erzählfluss geschrieben.
Was mir weniger gefallen hat
Es ist natürlich etwas viel verlangt, in einer Geschichte mit über 300 Seiten noch mehr über die Nebencharaktere zu erfahren, da sich der Fokus klar auf Ginny und Conor richtet. Trotzdem hätte ich gerne mehr über Calleum, Brennan, Kathi etc. gelesen. Ich denke, alle diese Figuren haben ihre eigenen Herausforderungen und Probleme, die spannend gewesen wären, weiter zu erkunden. Ginny fand ich manchmal etwas sprunghaft, und obwohl ihr Vater zu Beginn häufig erwähnt wurde, rückte dieses Thema im Verlauf der Geschichte leider in den Hintergrund. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch ohne die komplexe Beziehung zum Vater gut funktioniert, vielleicht sogar besser, da dieser Aspekt nicht weiter vertieft wurde.
Meine Bewertung
Ich gebe dem Buch vier Sterne. Zum einen war es sehr einfach zu lesen, zum anderen hat es meine Erwartungen an ein New-Adult-Buch voll erfüllt und war eine tolle Lektüre für ein Wochenende zu Hause. Ich mochte alle Charaktere sehr, und auch das Ende hat mir sehr gut gefallen.
Für wen ist dieses Buch geeignet?
Für alle, die gerne eine Auszeit an einer irischen Universität nehmen und mit Ginny und Conor mitfiebern möchten. Das Buch ist eine passende Lektüre für ein faules Wochenende und lässt sich sehr gut lesen.
Letzte Gedanken
Insgesamt ist dieses Buch eine charmante und unterhaltsame Geschichte über Freundschaft, persönliche Entwicklung und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Besonders die langsame aber intensive Entwicklung der Beziehung zwischen Ginny und Conor, ein echter Slow Burn, macht die Lektüre zu einem Genuss. Wer auf der Suche nach einer leichten aber unterhaltsamen New-Adult-Romanze ist, wird hier definitiv fündig.