Edward Lees „Going Monstering“ – ein Anschlag auf die Netzhaut.
Warnhinweis: Schutzbrille und Wegwerfhandschuhe sind Pflicht. Wer sich ohne Schutz nähert, riskiert ein infektiös brodelndes Gerstenkorn: eine eitrige Monstranz, die das Auge entweiht.
Handlung: Ein Beichtstuhl-Gloryhole. Selbstfindung mittels eines Würstchen-im-Wachrock-Wettessens im Sekundentakt. Die Optimierungshostie schmeckt nach viskos gesalzenen Hängenüssen – ranzig, profan und unauslöschlich. Libertäre Schmähungen dienen hier als Tauschhandel für die begehrte Freiheitsfreikarte.
Hintergrund: Die Wiedergeburt durch Selbstaufwertung gilt als Einlassbedingung ins elitäre Verbindungshaus – erreicht durch die systematische Abschöpfung von Manneskraft. Es ist eine invasiv wahrgenommene Speiseröhrenspiegelung.
Heldin: Sie fungiert als Auffangwanne für Körperflüssigkeiten; repetitives Intubieren scheuert wie Stahlwolle auf der Seele.
Ihr Wille? Ein neidvoll privilegiertes Leben, badend in einer Suspension aus Ambrosia und Rahmzipfel.
Lees „Fellatio-Grand-Slam“ ist kein bloßes Fantasiegebilde. Es ist der ultraschallgenaue Abguss realer Burschenschaftsriten, in denen aus Kotzlachen Leichenhemden geschneidert werden.
Das Absurdum: Die Projektion unserer in Trugbilder kaschierten Fisteln in eine septisch glänzende Matrix.
Lachgarantie? Ja – allerdings nur als Abwehrreflex gegen den Abgrund.
Dieses Buch impft Albträume mit stumpfen Nadeln direkt durch die Augäpfel. Wer Lee liest, sieht hinter den Desinfektionsschleier der Welt. Es ist dreckige, tödliche Poesie – das pestilenzartige Wundsekret einer moribunden Gesellschaft.