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  • NACHT - Die Toten von Jütland

  • Thomas Bagger
  • Thriller | Packend, düster, rasant: Der Auftakt der skandinavischen Thriller-Reihe

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Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Der Autor zeichnet sich durch einen äußerst flüssigen und bildhaften Schreibstil aus. Besonders angetan war ich von den kurzen Kapiteln und den zahlreichen Cliffhängern, die das Buch zu Beginn zu einem regelrechten Pageturner gemacht haben. Leider lässt dieser Spannungsbogen in der Mitte des Buches etwas nach. Die Zwischenkapitel, die sich in Rumänien abspielen, tragen wenig zum Mehrwert des Buches bei. Im letzten Drittel des Buches wird der Schreibstil wieder sehr packend, und unerwartete Wendungen verleihen dem Buch nochmals viel Schwung.

Der Fall ist gut konstruiert und von Anfang an durchdacht. Es erfordert etwas Geduld und Konzentration, um die Zusammenhänge der (fast zu) vielen Protagonisten zu erkennen und zu verstehen. Die Ermittler weisen sehr unterschiedliche und untypische Charaktere auf, und Brugger hätte noch viel mehr aus diesen Charakteren herausholen können. Mir fehlte eine gewisse Gedankentiefe bei den Ermittlern. Statt einer übermäßigen Gewaltdarstellung hätten mehr tiefgründige Charakterstudien meiner Meinung nach das Buch bereichert.

Das Ende war fesselnd, mit einem überraschenden Plottwist. Das Buch blieb seiner Komplexität bis zum Schluss treu. Ein besonders schöner Satz im Buch lautet: “Zu schweigen in das Intimste, was zwei Menschen teilen können.”