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    Das gewöhnliche Leben eines Aussergewöhnlichen

Stoner, ehemaliger Bauernsohn und nun Mittelklasse-Professor für Linguistik, nimmt uns mit durch sein Leben. Dieses ist in erster Linie von Enttäuschungen geprägt. Eine zunächst vielversprechende Ehe erweist sich als bipolares Abenteuer, die Tochter zieht es zunehmend von zu Hause weg und an der Universität hat Stoner es mit Hahnenkämpfen zu tun.

Es ist seltsam, aber die Geschichte dieses skurillen Professors hat mich immer wieder berührt. Ist es, weil der Autor alles ungeschönt darstellt und dieses Buch dadurch einen Bruch zu den sonst so oft gezeigten “Traumwelten” darstellt?

Was mich zudem noch fast mehr fasziniert: ich wusste nicht, dass dieses Buch bereits Mitte 20. Jahrhundert geschrieben wurde, dann aber erst 2006 erstmals veröffentlicht wurde. Man könnte meinen, dass sich gewisse Dinge, und vor allem die Menschheit, nie ändern.