Wir machen die halbe Welt aus, sind Mütter der ganzen Welt, und trotzdem sind wir unsichtbar. Lynette Long (amerik. Frauenrechtlerin)
Die Protagonistin Tilda hat mit der (erfundenen) Krankheit Unsichtbarkeit zu kämpfen und stellt erstaunt fest, dass sie nicht allein damit ist. Wir erfahren auf leichte, unterhaltsame und kreative Weise, wer Tilda ist, wie sie – wundervoll in einer australischen Küstenstadt – lebt und wie sie mit ihrer “Erkrankung” umgeht. Themen wie Gender Health Gap, Wissenschaftsstreit über Therapie- und Heilungsmöglichkeiten, psychische Störungen, schmerzhafte Beziehungen und Trennungsprobleme werden gestreift, wir lernen Selbsterfahrungsgruppen, Meditationskreise und Motivationssprüche kennen, entdecken unsere eigene PAULA in uns, und am Schluss fügt sich alles recht schlüssig und hübsch verpackt zu einem Ganzen.
Ob wir das nun wollen oder nicht, wir haben alle eine Stimme im Kopf. Das können wir nicht beeinflussen. Aber ob diese Stimme glücklich oder unglücklich macht – das können wir beeinflussen. Selma Nester (Tildas Therapeutin)
Das Buch ist mit viel Humor, lustigen Einfällen und witzigen Sprachbildern geschrieben. Die Zitate und Tassenweisheiten zu Beginn jeden Kapitels sind ein Extrabonus. Es macht Spass zu lesen und enthält – trotz des teilweise hohen Kitschfaktors – eine starke Lebensweisheit.
Wenn du dich selbst liebst, wird sich alles andere fügen. Lucille Ball (amerik. Schauspielerin)
Mir hat “Mit anderen Augen” gefallen, auch wenn es mir über weite Strecken zu perfect world war, und ich würde es allen Frauen in der Lebensmitte zu lesen empfehlen – und allen Leserinnen viele der Zitate ans Herz legen!
Dabei habe ich herausgefunden, dass ich ein Kraftfeld weiblicher Widerstandskraft bin, die Schöpferin meiner eigenen Geschichte und eine Frau, die mit steigendem Alter nicht an Wert verliert. Tilda Finch (Romanheldin)