Mit absurdem, teils rabenschwarzem Humor und einer rauschhaften, dialogreichen Erzählweise zog mich Madeline Cash in ihren Roman über die amerikanische Familie Flynn. Drei Teenie-Töchter, die auf teils unkonventionelle Art rebellieren und eine Frau, die urplötzlich eine offene Ehe möchte – Bud Flynn versteht die Welt nicht mehr. Aber «Scheidung», das versteht er, also stimmt er dem neuen Arrangement zu, schläft fortan im Minivan und versucht, bestmöglich für seine Töchter da zu sein, die jedoch in ganz eigenen Sphären unterwegs sind. Madeline Cash schaffte es, mich bis zum Schluss immer wieder zu überraschen, den Humor aufrecht zu erhalten und bei aller Absurdität Momente und Figuren zu erschaffen, mit denen wir uns identifizieren können. Ein Roman, der im Kern Toleranz, Gemeinschaft und Zusammenhalt behandelt, uns ermutigt, aus der Norm auszubrechen und gleichzeitig das Wunderbare im Alltäglichen zu sehen.
Übersetzt von Sophie Zeitz.