Für mich handelt es sich bei diesem Buch nicht um eine klassische Dystopie, denn mir scheinen die Ideen der Autorin nicht fiktiv, wenn sie uns davon erzählt, wie die Schweiz in der nahen Zukunft gesellschaftlich und politisch aussehen könnte.
Es muss aber erwähnt werden, dass es sich bei “Tal der Schwalben” um keine leichte Kost handelt, denn die sprachliche Ebene ist anspruchsvoll. Was andere Autor_innen ausführlich beschreiben würden, verpackt Seraina Kobler in einen (Neben-)Satz. Und umgekehrt. Es erfordert volle Konzentration, dieses Buch zu lesen. In meinen Augen lohnt es sich. Auch aktiv mitzudenken und den einen oder anderen Gedanken für sich selbst weiter zu spinnen.
Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde hier im BC lesen, was mir sehr geholfen hat das Gelesene einzuordnen. Ich empfehle dieses Buch also Menschen, die es gemeinsam lesen wollen und sprachlich versierten Menschen, sowie allen, die ihren Lese-Horizont erweitern möchten.