Max Madlener, Band 1: Hauptkommissar Max Madlener, gerade frisch an die Kripo Friedrichshafen versetzt, soll sich um die Cold Cases, die uralten Vermisstenfälle, kümmern. Doch als in der Nähe von Meersburg eine Leiche in einem Swimmingpool gefunden wird – begleitet von fünf toten Fischen –, ist auch Madlener mit seiner Assistentin Harriet Holtby am Start. Die ersten Ermittlungen deuten auf ein ungeheuerliches Motiv…
Erster Eindruck: Ein zurückhaltendes Cover, alles liegt im Nebel – sprichwörtlich für den Krimi?
Max Madlener, in seiner alten Dienststelle Stuttgart auch „Mad Max“ genannt, wurde in seine alte Heimat Friedrichshafen versetzt. Er hat in einer einzigen Nacht einen folgenschweren Fehler begangen, den er am liebsten vergessen würde. Aber das ist nicht möglich. Nun ist er wieder am Bodensee, bekommt alte Vermisstenfälle aufs Auge gedrückt und zudem noch diverse Therapiestunden beim Psychiater verordnet. Nun, da muss er jetzt durch. Der erste Lichtblick ist seine Assistentin Harriet Holtby, die ein phänomenales Gedächtnis hat und mit der die Zusammenarbeit bisher sehr gut funktioniert. Der zweite Lichtblick ist die schöne Pathologin, Dr. Ellen Herzog. Die Umstände des Kennenlernens sind zwar unschön, aber auch das kann man nicht immer auswählen.
Nach dem ersten Leichenfund dauert es nicht lange, bis eine zweite Leiche vermeldet wird. Beide waren einst Lehrer im Jan-Hus-Internat am Bodensee. Bei beiden wurden tote Fische gefunden. Wofür sollen diese Fische stehen? Die Ermittlungen gehen weit in die Vergangenheit und beleuchten Unfassbares… Wird die Täterschaft erneut zuschlagen?
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Hauptprotagonisten Madlener und Holtby haben mir gut gefallen. Ich mag es, wenn auch Persönliches von den Ermittlern zur Sprache kommt. Zudem bin ich grosser Fan der Bodenseeregion und freue mich immer, wenn ich Schauplätze wiedererkenne. Die Geschichte hatte aus meiner Sicht zu viele Seiten (es hätten 100 Seiten weniger sein können); der Showdown war spannend, aber den Ausgang im Cold Case fand ich merkwürdig. Nichtsdestotrotz ein sehr gut gemachter Krimi mit einem schweren Thema – 4 Sterne.