Der zweite und abschliessende Teil der Duologie A Queen Crowned in Flames von Hazel McBride hat mich ehrlich gesagt genauso gepackt wie der erste. Ich war sofort wieder drin im Krieg zur wahren Königin und fieberte mit.
Kurz zurück zu Band eins: Aemyra tritt aus dem Schatten und versucht ihr Erbe als zukünftige Königin von Tir Teine anzunehmen, doch die aktuell regierende Familie mit der wahren Religion als Unterstützer sind nicht begeistert. Sie wird gekignapped und zu einer eher politische Zwangsehe mit Fioreans jüngeren Bruder gedrängt. Was als Machtspiel beginnt, entwickelt sich überraschend zu echten Gefühlen nur um in einem bitteren Verrat zu enden. Aemyra verliert nicht nur ihr Vertrauen, sondern auch ihre Feuerkräfte. Ein brutaler Bruch, der den Grundstein für Band zwei legt.
Im zweiten Teil erleben wir eine vollkommen veränderte Aemyra. Ohne ihre einst so mächtige Feuerkraft ist sie plötzlich verletzlich und muss sich trotzdem einer Welt stellen, die von Konflikten, religiösem Fanatismus und Machtkämpfen geprägt ist. Der Kampf fühlt sich lang an, für mich persönlich fast ein bisschen zu lang an manchen Stellen, aber gleichzeitig passt es auch zu dieser Kriegssituation. Es hat sehr viele parallelen zu aktuellen Konflikten.
Der Kampf ist lang, zermürbend und geprägt von Rückschlägen. Es gibt keine schnellen Siege, keine einfachen Lösungen und genau das macht die Geschichte so fesselnd. Jeder Fortschritt fühlt sich verdient an, jeder Verlust schwer.
Besonders spannend sind die neuen Charaktere, allen voran Thear. Von Anfang an wirkt er anders als die bisherigen Figuren: loyal, ruhig und beständig. Während Aemyras Vergangenheit von Verrat überschattet ist, bringt er eine neue, vorsichtige Hoffnung ins Spiel und eine Prise Humor, aber die Frage bleibt einfach die ganze Zeit: Hat er überhaupt eine Chance?
Ein grosses Highlight für mich waren definitiv die Drachen und generell die magischen Kreaturen. Ich liebe Drachen und bei dem Buch kommt man nicht zu kurz in den Genuss. Ihre Reaktionen und Gefühle haben die Geschichte für mich noch einmal auf ein ganz anderes Level gehoben.
Dieses Buch ist eine Geschichte über Verlust, Stärke und die Frage, wie viel ein Mensch ertragen kann, ohne sich selbst zu verlieren. Für mich ein guter Abschluss!