“Ich, die dich Männer nicht kannte” ist wirklich etwas Besonderes. Ein Buch, das heraussticht, ein Buch, das in Erinnerung bleibt.
Besonders beeindruckt hat mich, wie glaubwürdig die Erzählerin ihr Erleben schildert. Erst nach und nach eine Sprache findet, um Worte herumschreibt, die sie nicht kennt, versucht, eine Welt zu beschreiben, die ihr zu grössten Teilen fremd ist und immer wieder mit Fragen zurückbleibt, von denen sie weiss, dass sie darauf nie eine Antwort erhalten wird.
Dabei entwickelt sie eine Selbstverständlichkeit für Dinge, die uns, die wir eine andere Welt kennen, völlig fremd sein können - die Notwendigkeit, zu töten, nicht aus Grausamkeit, sondern aus Fürsorge.
Den selbstverständlichen Umgang mit dem Tod. Die Hoffnung auf eine Zukunft, auch in den schwierigsten Umständen nicht aufzugeben.