Ich habe definitiv ein Faible für Thriller. Mit Margaret “Jet” Mason wurde ich anfangs allerdings nicht warm. Für ihre 27 Jahre wirkte sie auf mich oft etwas zu pubertär, orientierungslos und stellenweise fast wütend auf die Welt.
Mit der Zeit ist mir Jet jedoch ans Herz gewachsen. Ihre sarkastischen Bemerkungen und ihr schwarzer Humor im Umgang mit ihrer Situation haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Sie geht im Chaos unter – und scheut sich nicht davor, andere mit hineinzuziehen.
Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert, meine eigenen Verdächtigen gehabt, und ehrlich gesagt hätte es jeder gewesen sein können. Wie schon Joy Fielding schafft es Holly Jackson, im letzten Kapitel noch einmal alles auf den Kopf zu stellen. Mit der Identität des Täters hätte ich niemals gerechnet. Bravo!
Die grosse Auflösung im letzten Kapitel hat für mich richtig stark begonnen. Umso enttäuschter war ich von der letzten Seite. Aber sei’s drum: Im Grossen und Ganzen ist dieses Buch ein wirklich gelungener Thriller, der mich bestens unterhalten hat.