Nachdem Lisa aufgrund von Missgunst und Mobbing bei ihrer Arbeitsstelle in Berlin aufgibt, bekommt sie die Chance ihre Doktorarbeit zur angehenden Politikwissenschaftlerin in Salo abzuschliessen, einem charmanten Ort am Gardasee.
Die Doktorarbeit handelt über den italienischen Faschismus, auf deren Spuren Lisa sich macht. Auf ihrer Reise trifft sie Maurizio, einen Geigenbauer aus der Region. Dass er von einer ansehenden Familie abstammt, ist Lisa am Anfang noch nicht bewusst. Und hier nimmt die Geschichte ihren Lauf…
Für mich ist es das erste Buch von Claire Stern und ich bin sehr angetan von ihrem besonders lebendigen Schreibstil. Wir laufen mit Lisa durch die malerischen Gassen von Salo, jede Strasse, jedes Gebäude ob Café/Restaurant oder historisches Wohnhaus, werden hier bis ins Detail beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte dabei zu sein.
Wer bei diesem Buch nur an eine romantische Liebesgeschichte denkt, liegt falsch, denn dieses Buch ist viel mehr. Wir begeben uns auf die geschichtliche Reise durch den italienischen Faschismus.
Sehr gut hat Claire das romantische italienische Leben mit den vergangenen unschönen Zeiten verwoben. Je mehr Lisa mit Maurizio unterwegs ist, desto mehr wird ihr klar, dass seine Familie in die Geschehnisse mitverwickelt ist.
Claires Buch vereint Lebendigkeit, Dolce Vita und mediterranes Flair zu einer Wohlfühlektüre, die trotz ihres schwierigen Themas den Duft von Espresso und ein Stück Italien ins Haus bringt. Ich möchte jetzt so gerne an den Gardasee fahren und mir selber ein Bild machen. Vielen Dank für dieses Leseerlebnis.