Der zweite Band setzt dort an, wo der erste aufgehört hat und bringt leider auch einige seiner Schwächen mit.
Die Figuren gewinnen zwar an Tiefe, und das Worldbuilding rund um die Celestials hat interessante Ansätze. Doch die Dynamik zwischen Astrea und Nyte bleibt ein Problem: Das ewige Hin und Her, ob er sie nun zwingt oder nicht, wirkt auf Dauer ermüdend.
Auch die Frage nach Autonomie steht im Raum, Astrea hadert damit, bei den Celestials untergeordnet zu sein, doch ihre Abhängigkeit von Nyte erzählt eine andere Geschichte. Selbst in Momenten, in denen sie beeindruckende Stärke zeigt, endet die Szene oft damit, dass sie auf seine Rettung angewiesen ist oder ihn herbeiwünscht. Hinzu kommt, dass auch Auster zunehmend kontrollierend wirkt und ihr gezielt ein schlechtes Gewissen einredet.
Zwischendurch entsteht echte Spannung, doch die Handlung zieht sich stellenweise deutlich in die Länge, verstärkt durch einen Spice-Anteil, der mir persönlich zu viel Raum einnimmt auf Kosten der eigentlichen Handlung. Das Ende hingegen überrascht positiv und macht Lust auf mehr.
Insgesamt ein Band mit Potenzial, der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.