Polwenna Bay, Band 2: Morwenna Tremaine führt einen Reiterhof, doch die finanzielle Situation ist nicht rosig. Ein Sieg bei einem Turnier als Vielseitigkeitsreiterin wäre dringend nötig. Ihr ganzes Leben dreht sich um Pferde, für einen Mann ist da keine Zeit. Erst recht nicht für Ashley Carstairs, der erfolgreiche Geschäftsmann, der meint, er müsse nur mit dem Finger schnippen und alle gehorchen ihm. Hinter seiner Fassade steckt jedoch – wie so häufig – viel mehr: Ashley weiss, dass er sich von Morwenna fernhalten soll, denn er hat ein Geheimnis, das alles zerstören kann…
Erster Eindruck: Ein schönes Cover, aber aufgrund dessen, dass sich die Geschichte um Pferde handelt, hätte ich etwas in dieser Richtung erwartet.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Für mich war es der Einstieg in die Reihe und daher gab es etliche Protagonisten kennenzulernen, denn die Tremaines sind eine grosse Familie. Aber das wird dann mit jedem Band einfacher…
Ich sah Morwenna „Mo“ gleich vor mir: immer in Bewegung, das Herz überquellend vor Liebe zu ihren Pferden, stets in Sorge um die Finanzen machen keine Pause. Mal feiern oder ins Kino gehen? Auswärts essen? Keine Zeit – und kein Geld. Wenn dann dieser Ashley nach Polwenna Bay kommt und durchs Dorf spaziert, als würde es ihm gehören, regt sich Mo auf. Dabei tut Ashley gar nichts dergleichen. Und dass er vermögend ist, dafür kann er ja nichts. Wenn er und Mo sich zufällig sehen, fliegen Funken – er stichelt und sie reagiert prompt. Wie sagt man so schön „Was sich liebt, das neckt sich“? Es wird keine Überraschung sein, dass die beiden sich näherkommen, doch dann kommt es zu einem Zwischenfall, der alles verändert. Selbstverständlich…
Ich bin grosser Fan von Kleinstadt-Romanen wie „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“, daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, wenn ich auch unkonventionell mit Band 2 begonnen habe. Und? Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, uferte in puncto Beschreibungen zuweilen etwas ins Schwülstige aus (z.B. „sein Mund auf ihrem weicher als der abblätternde Teig“), aber bei einem Liebesroman darf das auch mal sein. Es gab einige sehr berührende Momente und daher vergebe ich gerne 4 Sterne. Ich freue mich auf weitere Geschichten rund um die Tremaines.