Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei đ
In der Community wird das Buch recht gehypt, weshalb ich als Thriller- Leserin letztendlich auch nicht widerstehen konnte đ
Zu Beginn habe ich zur Hörbuchversion gegriffen, da ich dieses Genre gerne auch höre. Bei dieser Vertonung kann ich jedoch keine Empfehlung aussprechen. Da wĂ€re zuerst Lisa Rauen ( Kit) selten habe ich eine so langweilige, monotone, farblose, langsame Stimme gehört. Da musste sogar ich die Geschwindigkeit erhöhen⊠Aber auch Astrid Schulz konnte mich mit ihrer Klangfarbe nicht ĂŒberzeugen, die Vertonung wirkte Ă€usserst kĂŒnstlich, erzwungen, einfach unnatĂŒrlich. Beide Sprecherinnen schafften es nicht der Geschichte Leben oder AtmosphĂ€re einzuhauchen, weshalb ich nach kurzer Zeit auf das Print umgestiegen bin.
Der Schreibstil ist unauffĂ€llig, unkompliziert, schnörkellos, flĂŒssig und nichts Besonderes. ErzĂ€hlt wird aus zwei Perspektiven in der ICH- Form, der von Kit und der von Leonora. Jedoch gut unterscheidbar, da die Sichtweise von Leonora in Blockschrift dargestellt wird. Diese ErzĂ€hlweise fand ich geschickt gewĂ€hlt und durchaus spannend.
Durch diese Ausdrucksform lernen wir die beiden Hauptcharaktere soweit gut kennen, so richtig nah fĂŒhlte ich mich Ihnen aber trotzdem nicht. FĂŒr mich jedoch kein Problem, da es mir bei einem Thriller mehr um die Spannung und die AtmosphĂ€re geht. Es tummeln sich noch viele weitere Personen in dieser Geschichte, wodurch ich zeitweise, vor allem gegen Ende des Buches manchmal doch etwas ĂŒberfordert war.
Die Idee, das Setting, der ganze Aufbau und dieses nie genau wissen, was denn nun tatsĂ€chlich passiert ist haben mir sehr gut gefallen. Da verspĂŒrte ich schon dieses gewisse Pageturner- Feeling. Dieses wurde jedoch immer wieder auch ausgebremst durch eher langatmigere ausschweifendere, langsamen Passagen, wo hingegen sich im letzte Drittel die Ereignisse nur so ĂŒberschlagen. Eine EnthĂŒllung oder Plot Twist jagt den nĂ€chsten, wodurch alles ein bisschen zu ĂŒberladen, unglaubwĂŒrdig und teilweise konstruiert wirkt. Auch hĂ€tte ich mir mehr AtmosphĂ€re gewĂŒnscht, vielleicht liegt es am Schreibstil, oder an den unpassenden Sprecherinnen, die immer noch in meinem Kopf waren⊠đ jedenfalls ich fĂŒhlte den angepriesenen dĂŒsteren, stimmungsvollen und beklemmenden Vibe nicht. Insgesamt hĂ€tte der Story mehr Balance gut getan!
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