Das Buch hat mich bereits vom Klappentext her wirklich neugierig gemacht. Die Idee mit der Jagd nach Schlüsseln klingt nach einem spannenden Konzept, welches besonders für einen interessanten Weltenaufbau sorgen kann.
Das wurde dann auch zum Vorteil genutzt. Man lernt wirklich einiges, auch wenn es tatsächlich weniger durch die Schlüssel passiert als man denkt. Der Fokus lag tatsächlich mehr auf der Rettung von Johanna, was etwas schade war. Ich persönlich fand die Idee, wie sie mit Briefen von Ort zu Ort gelangten und auch so auf genügend Hindernisse stossen und hätte das gerne mehr ausgenutzt gesehen. Die Geschichte war auch so nicht schlecht, aber wenn es so in die Länge gezogen wird, bevor der nächste Schlüssel folgt, dann wird es wirklich schwierig, diese alle pünktlich zu finden.
Was mir auch besonders gefallen hat, war der Umgang mit Magie und der Tatsache, wie man sieht, wie manche Geschichte eher zu Legenden verfallen und niemand mehr wirklich daran glaubt. Ich finde das interessant zu sehen. Es würde zumindest auch ein stückweit erklären, warum Dinge wie Dschinns einfach plötzlich Teil der Geschichte sind, obwohl sie nie zuvor erwähnt wurden (und damit eine ganze Gruppe, die immer noch aktiv Leute verflucht, obwohl nie jemand davon gehört hat?). Ich weiss nicht, ob es wirklich auch als Teil des Vergessens so eingebaut wurde oder einfach tatsächlich vergessen wurde zu erwähnen, dass es diverse magische Wesen gibt und sie dann einfach eingebaut wurden, als es benötigt wurde, aber es gibt somit immerhin eine Erklärung (ob sie nun so geplant wurde oder nicht).
So oder so hat mir der Einbau der magischen Elemente, trotz der Stolpersteine immer noch gefallen. Es sorgt für so einige Hindernisse, die sicherlich auch im Folgeband für die Schlüsseljagd ein Problem werden können.
Im Gesamten ist es also ein gelungener erster Band mit viel Potential für den nächsten Teil. Ich bin neugierig darauf, wie das weitergehen kann. Von mir gibt es vier Sterne für das Buch.