Ich habe dieses Buch ohne Vorahnung gelesen, ohne den Klappentext zu kennen. Umso überraschter war ich über die Geschichte und den Titel, denn irgendwie hatte ich mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Das hat mein Leseerlebnis jedoch keineswegs negativ beeinflusst.
Kaede, eine Lehrerin, hat eine enge Verbindung zu ihrem Grossvater Himonya-san, der an Lewy-Körper-Demenz leidet. Ihre besondere Beziehung zeigt sich vor allem in ihren Gesprächen über verschiedene „Kriminalfälle“, bei denen ihr Grossvater sie immer wieder auf wichtige Details aufmerksam macht, damit sie die „Lösung“ findet.
Das Setting in Japan mit den diversen Protagonisten fand ich sehr spannend. Die Beziehung Kaede und Himonya-san war berührend und authentisch dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Kapitel mit den Fällen sind sehr gut strukturiert, und man rätselt definitiv mit. Die Fälle sind eher ruhig gehalten, ohne besonders brutale Szenen, wodurch sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt, man fliegt nur so durch die Seiten.
Das Ende fand ich besonders schön - von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!