Ein Tanz für mich allein, Eva Ibbotson
Auf der Suche von einem Buchtitel, der mit EE" beginnt, bin ich zufällig auf dieses Buch gestossen.
Harriet Morton will ihrem trostlosen Leben in Cambridge entkommen. Denn wenn nicht bald ein Wunder geschieht, muss sie Edward heiraten, der am selben College lehrt wie ihr Vater. Vollkommen glücklich ist die lebenshungrige Neunzehnjährige nur, wenn sie tanzt. - Ungehörig für ein Mädchen ihres Standes im Jahr 1912! Als ein gewisser Monsieur Dubrow auf der Suche nach jungen Ballerinen für eine Südamerika-Tournee in Harriets Klasse kommt, ergreift sie die Chance und stiehlt sich davon.
Inmitten des Regenwaldes, am legendären Opernhaus von Manaus, wird sie zum umjubelten Star. Und hier lernt Harriet Rom Verney kennen, den gut aussehenden Besitzer des Opernhauses. Die junge Ballerina ahnt nicht, dass ihr Vater und der Mann, dem sie versprochen wurde, sie bereits aufgespürt haben…
ein spannend geschriebener Roman, der mich sofort gepackt hat. Er gibt Einblick in das Leben einer Tochter aus gutem Haus in England anfangs des vorigen Jahrhunderts. Er erzählt auch über die Welt des Theaters, über Freundschaft, aber auch Missgunst und Intrigen.
Dennoch vermisse ich ein wenig mehr Tiefgang. Allzu viele Zufälle führen immer wieder dazu, dass sich alles zum Guten wendet. Eigentlich ist der Ausgang der Geschichte schon früh absehbar.
Ich würde sagen: beste Unterhaltung mit wenig Tiefgang.