Der Autor wächst in Zürich auf und stolpert eher per Zufall über die Information, dass seine Grosstante verwickelt war in das Massaker vom März 1945 in Reichnitz. Er erkennt, dass er ein Kriegsenkel ist. So begibt er sich auf Reisen, um mit seinen Familienangehörigen zu sprechen. Er möchte ergründen, warum er mit dem Satz “Du verstehst es nicht” aufgewachsen ist.
Es gibt viele Bücher über die schrecklichen Verbrechen des 2. Weltkrieges. Dieses Non-Fiction Buch fokussiert jedoch den Umgang mit den Verbrechen nach dem Krieg. Wir erfahren aus erster Hand, wie Schweigen zu einem Mechanismus wurde, wie Verdrängung sich in eine ganze Generation brannte und wie die heile Welt wichtiger war, als miteinander zu reden.
Ich erachte dieses Buch als lesenswert, weil es den Mut hat anderen und sich selbst die Frage zu stellen, was Schweigen mit Menschen macht. Welcher Einfluss hat kollektive Verdrängung?