Am Anfang fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Erst nach einigen Seiten hatte ich das Gefühl, wirklich in der Handlung angekommen zu sein. Dennoch konnte mich der Schreibstil der Autorin leider nicht ganz überzeugen.
Der Direktor ist sich seiner Sache sehr sicher – schließlich handelt es sich für ihn um ein Vorgehen, das er offenbar jedes Jahr wiederholt. Doch Hazel ist anders. Sie hat den Mut, Nein zu sagen. Diese Entscheidung bringt jedoch unerwartete und weitreichende Konsequenzen mit sich.
Leider bleibt die gesamte Handlung recht oberflächlich. Beim Lesen hatte ich häufig den Eindruck, dass mit den Ereignissen zu locker umgegangen wird. Der Geschichte fehlt es dadurch an emotionaler Tiefe, die dem Thema eigentlich gutgetan hätte.
Besonders interessiert hätte mich, welche Auswirkungen das Fehlverhalten des Direktors auf sein privates Umfeld hatte. Was haben seine Frau und seine Tochter gedacht und gefühlt? Wie sind die Mitschüler mit der Tochter umgegangen? Solche Aspekte hätten der Geschichte mehr Tiefe und Perspektive verleihen können.
Auch am Ende bleiben einige Fragen offen, sodass die Geschichte für mich nicht ganz rund wirkt.