“Manchmal wartet das Glück nur ein kurzes Stück hinter der Entscheidung, die du nicht treffen willst.” (Pinterest)
Dieses Cover, das recht einfach gestaltet ist und nicht wirklich verrät, was einen erwartet, verbirgt eine großartige Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Es handelt sich um einen sensiblen 16-Jährigen, dessen Leben durch ein Trauma aus der Bahn geworfen wird. Wegen dieses Traumas muss er die Schule wechseln, weshalb er nur wenige Freunde hat. Der Autor gewährt uns Einblick in seinen Alltag und seine Gedankenwelt. Er bereitet den Leser mit einer Fülle an Vorkenntnissen auf das eigentliche Thema vor. Es hat schon eine bedrückende Wirkung, was sich in einem solchen Jugendlichen abspielt. Oft genügen schon Kleinigkeiten, damit alles aus den Fugen gerät – so auch bei unserem Protagonisten. Uli Black hat ein Thema aufgegriffen, das mittlerweile auch in unserem Land angekommen ist.
Meine Meinung:
Hinter diesem recht simplen Cover, von dem man nicht so recht ahnt, was einen erwartet, steckt eine grandiose Geschichte, die einen nachdenken lässt. Es geht um einen sensiblen 16-Jährigen, der durch ein Trauma aus der Bahn geworfen wird. Er hat nur wenige Freunde, weil er wegen dieses Traumas die Schule wechseln muss. Der Autor nimmt uns mit in seinen Alltag und in seine Gedankenwelt. Mit sehr vielen Vorkenntnissen bereitet er den Leser auf das eigentliche Thema vor. Es wirkt schon bedrückend, was in so einem Jugendlichen vor sich geht. Da reichen oft schon Kleinigkeiten und alles reißt aus den Fugen, so auch bei unserem Protagonisten. Uli Black hat sich hier ein Thema zu Herzen genommen, das inzwischen auch bei uns im Land angekommen ist. Schüler, die ausrasten, geraten nicht nur durch Actionvideos oder Shooter-Spiele in eine solche Verzweiflung. Wie H.C. werden manche einfach nur durch Ungerechtigkeiten und Unverständnis zu solchen verzweifelten Taten getrieben. Obwohl ich wirklich positiv überrascht war, kam mir die Geschichte gleichzeitig fast ein wenig zu langatmig vor, bis das eigentliche Thema angesprochen wurde. Es wäre meiner Meinung nach sicher möglich gewesen, H.C.s Alltag etwas zu verkürzen. Man spürt allerdings, dass der Autor Lehrer war und sich mit dem Schulalltag und den Nöten der Schüler gut auskennt. Ich wusste nicht, dass es ein spezielles Schocktrauma gibt, das solche Folgen haben kann. Ich fand zudem beeindruckend, mitzuerleben, wie es sich für H.C. anfühlt, ein Mathegenie und Außenseiter zu sein. Der Autor nimmt einen so intensiv in das Leben unseres Hauptcharakters mit, dass ich mich sehr gut in seine Verzweiflung hineinversetzen konnte. Ein Schüler kann aus Verzweiflung oft eine solche Tat begehen, wenn die Lehrer kein Verständnis für ihn aufbringen. Im Grunde sollten es doch die Pädagogen besser wissen. Der Stil des Schreibens ist locker und gut verständlich. Und es wird ein weiterer Akzent durch die jugendliche Sprache gesetzt. Nur einige wenige, dafür aber sorgfältig ausgearbeitete Figuren nehmen die Rolle der Protagonisten ein. Vielleicht hätte ich mir nur gewünscht, dass die Diskussion um das eigentliche Thema etwas zügiger beginnt. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch eine geeignete Schullektüre, um anschließend im Unterricht darüber zu diskutieren und Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren. Ich gebe dem Buch gute 4 ½ Sterne.