Julian Barnes verabschiedet sich mit diesem Buch, wie er schreibt seinem letzten, von der Leserschaft, auch da er an einer bösartigen Krankheit leidet. Dabei hält er Rückschau auf sein Leben, vor allem als Schriftsteller. Er erläutert sehr eindrücklich die wissenschaftliche Seite verschiedener Gedächtnistypen und Erinnerungsarten und wie diese funktionieren. Dabei stellt er anschauliche Vergleiche an, so z. B. mit dem Essen von Kuchen. Erwähnt werden auch Autoren-Kolleg*innen sowie die Wirkung deren Werke auf die Lesenden.
Die Sprache ist teils unterhaltsam, kommt sachte und leise daher, tiefgründig und schön. Bei der Dichte der Informationen, habe ich das Gefühl, ich müsste den Text erneut lesen, um alles mitzubekommen und richtig zu verstehen.
Es ist keine leichte Lektüre, jedoch eine grosse Leseempfehlung für alle, die sich mit dem Thema des Rückblicks auf ein erfülltes Leben und dessen Endlichkeit auseinandersetzen möchten oder können.