Aus Verbündeten werden Verräter – Freunde zu gnadenlosen Feinden, in einer Welt, in der das Wirken von Magie ein unsagbares Verbrechen darstellt. Der erste Satz macht klar, worum es in der Story oder vermutlich in der gesamten Serie geht:
Magie funktioniert auf Aedon-Vorhn nicht so, wie es in anderen Büchern gang und gäbe ist. Sie ist ein Fluch, der jeden jederzeit treffen kann, was auch direkt im Prolog thematisiert wird: Ein Mann zaubert ungewollt, verbrennt sich und hetzt ohne viel Tamtam durch seine Heimatstadt, nur um am Ende am Galgen zu landen. Man geht hart mit diesen „Magusketzern“ ins Gericht; man sperrt sie ein, verfolgt sie und hat kein Erbarmen mit ihnen.
Nur einige Seiten darauf erleidet auch Etaila aus dem Norden ein ähnliches Schicksal, mit einem Unterschied: Sie überlebt und freundet sich rasch mit Gleichgesinnten an. Doch der Frieden will in dem Dorf, das sie aufgenommen hat und das ähnliche Menschen wie sie kennt, nicht einkehren. Bald darauf stürmt die Silberne Garde den Ort und Etaila muss mit neuen Freunden fliehen. Der Flucht folgen Kämpfe und ein Versteckspiel, während sie einem verzweifelten Plan folgen, um einen neuen Unterschlupf aufzusuchen. Neue Pläne schlagen wieder fehl und bald findet sich Etaila als Söldnerin bei den Elfen wieder. Sie hofft, dort auf die eine oder andere Weise von ihrem Fluch befreit zu werden, während ein alter Feind enttarnt wird …
Das Buch ist flüssig geschrieben und keine Romantasy. Die Ideen des Autors fand ich brauchbar umgesetzt, obwohl das Ende für meinen Geschmack etwas zu abrupt einsetzt. Ansonsten habe ich kaum etwas an dem Buch zu bemängeln. Hier und da hat es schon Ecken und Kanten, wirkt dadurch aber auf mich sogar sympathischer.