Dieses Buch fühlte sich an, wie gemütlich in eine Decke gepackt im Lieblingssessel mit einer heissen Schokolade zu lesen. Nichts daran berührt oder beunruhigt einen. Trotz der guten Ideen hat die Story für mich nicht funktioniert, weil die Lösungen der Probleme meist im ersten Anlauf geklappt haben und deshalb die gefühlte Gefahr ausblieb.
Das enttäuschte mich sehr, denn die Story hat eine düstere Prämisse: Wendell holt sich sein Feenthron aber das Land ist vergiftet und er kann es nur mit seinem Blut heilen. Wie also kann der Fluch gebrochen werden und was ist notwendig, um ihm den Thron zu sichern? Wird Wendell sich verändern, nachdem er die Fassade als Mensch fallen lässt?
Leider scheinen diese Fragen Wendell nicht zu kümmern, so dass sich Emily alleine in Recherchen stürzt. Und so liesst sich das Buch wie Recherche-Arbeiten mit gelegentlicher Aktion, die nach wenigen Absätzen bereits wieder vorbei ist.
Emilys Tagebucheinträge lesen sich immer mehr wie ein Roman. Die wissenschaftliche Fassade bröckelt und die vielen Fussnoten mit unwichtigen Ergänzungen sind nicht mehr gerechtfertigt.
Wer eine Wohlfühl-Geschichte braucht, und die vorherigen beiden Bücher gelesen hat, ist mit diesem Buch gut bedient.