Benedict Wells beschreibt in dieser Autobiografie, wie er zum Schreiben gefunden hat und wie er dabei vorgeht. Er erläutert detailliert zu jedem seiner Bücher vor welchem Hintergrund sie entstanden sind und wie oft Parallelen zu seiner eigenen Familie bestehen. Wie er zu Beginn kämpfen musste, um überhaupt einen Verlag zu finden, wie er seine Bücher während mehreren Jahren mit viel Herzblut erarbeitet, die Texte immer wieder ruhen lässt (auch einmal während mehreren Jahren), redigiert und kürzt. Dabei gibt er auch Tipps, für Schreibende wie am besten vorzugehen ist, vor allem ermutigt er, dranzubleiben und nicht aufzugeben bei Rückweisungen durch Verlage.
Ich fand es interessant, zu erfahren, wie ein Buch entsteht und wie viel harte Arbeit dahintersteckt. Erstaunt hat mich, wie viel Zeit nach dem eigentlichen Schreiben die Überarbeitung und Kürzung, auch einmal um zwei Drittel der Ursprungsversion, der Romane in Anspruch nimmt. Der Autor verweist auch immer wieder auf Werke anderer und was ihn an diesen besonders beeindruckt hat.
Manchmal haben sich die Beschreibungen lange hingezogen, dann waren sie aber wieder fesselnd und interessant. Empfehlenswert für alle, die gerne erfahren, wie ein bekannter Autor beim Schreiben vorgeht.