Mit enormer Freude am Fabulieren von Geschichten stürzt sich Orths Ich-Erzähler, Vince Bär, in diesen Roman, schleuderte mich durch Raum und Zeit und begeisterte mich für den Tristram Shandy von Laurence Sterne im Besonderen und für absurde, willkürliche, den gängigen Erzählkonventionen zuwiderlaufende Geschichten im Allgemeinen. Ganz bewusst und souverän spielt Orths mit Satzlänge, Tempo, Rhythmen und der Wortwahl. Hier werden Genres gemischt, wird gegen autofiktionales Erzählen gewettert und sich selbst auf’s Korn genommen. Vom Lesenden ist dabei konzentriertes Lesen gefordert, das mit bleibenden Bildern und Eindrücken belohnt wird (Hexenhaus und Koboldmutter). Am Ende bleibe ich staunend und kindlich fasziniert zurück.
Für alle, die sich gern überraschen lassen und es absurd mögen.