Ehefrau Nina, Arzt Alexander, Teenagerin Emilia und Student Ben: Eine ganz normale Familie, wie sie auch direkt nebenan wohnen könnte. Doch in hinter der Fassade gibt es Risse, welche nach und nach alles zerstören könnten…
Als ich zu “Alle glücklich” gegriffen habe, war ich von der ersten Seite an in der Geschichte drin. Kira Mohn schreibt authentisch und emotional, so dass ich mich schnell mit fast allen Charakteren identifizieren konnte. Die verschiedenen Sichtwechsel haben zu einer spannenden Dynamik geführt, wodurch ich die Geschichte als sehr kurzweilig empfunden habe. Gleichzeitig bringt die Autorin viel Gesellschaftskritik auf wenigen Seiten unter, ohne dass es überladen wirkt. Zu kritisieren habe ich einzig, dass viele Themen nur kurz angeschnitten wurden und nichts tiefgreifender behandlet wurde. Dies hat der Geschichte allerdings keinen Abbruch getan, weil es sich dadurch angefüht hat, als wäre die Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen worden, wo auch nicht alles zu Ende erzählt wird.
Insgesamt ein gelungener Einblick in ein vermeintlich idyllisches Familienleben, authentisch geschildert und zum Nachdenken anregend.