Zu aller erst möchte ich sagen, dass die Geschichte besser ist, als die Zeichnungen erahnen lassen! Zumindest mich hatten die Zeichnungen gar nicht angesprochen, da zu wenig „schön“ und sehr „grob“. Aber trotzdem: die Zeichnungen sind so aussagekräftig, dass sie eine weitere Ebene zu der Geschichte hinzufügen und durch ihre Ausdrucksstärke viel „zwischen den Zeilen“ erzählen. Ich finde das toll, denn in „normalen“ Bücher - also nicht in Graphic Novels - muss ich mir das immer selbst denken und hier kann ich mir einfach anschauen, wie die stets wütende Frau einen riesigen roten Kopf hat oder der anderen „die Luft ausgeht“ und sie wirklich vor meinen Augen wie ein Ballon in sich zusammenfällt.
Die Geschichte erzählt von einer Familienfeier wie sie wahrscheinlich die eine oder der andere kennt: man trifft sich, hat sich eigentlich nicht viel zu sagen und mag sich auch nicht besonders. Die Fronten sind verhärtet, die Konflikte schwelen wahrscheinlich schon jahrelang… Die Charaktere sind so schön überzeichnet, dass wahrscheinlich jede/r mindestens einer dieser Charakter in seiner eigenen Familie wiederfindet - vielleicht der „lustige Onkel“?
Gegen Ende des Buches kommt es zur Eskalation, das Finale widerrum ist überraschend - zumindest für mich.