(Inhalt vgl. Cover)
Ich würde diese Geschichte als “Erzählung” kategorisieren. Diese Kategorie ist jedoch nicht (mehr) vorhanden.
Meine erste Erzählung der irischen Autorin. Auch wenn ich das Büchlein nicht in der Originalsprache (sondern in französisch) gelesen habe, hat mich die ruhige, unverschnörkelte Sprache bewegt. Claire Keegan braucht wenige Worte und sagt doch so viel in einem einzigen Satz. Sie beschreibt nur das, was die Leserin*der Leser vor dem inneren Auge sieht. Nichts muss interpretiert werden und ergibt doch ein Ganzes.
Das Mädchen, welches als Entlastung insbesondere für ihre Mutter, während ein paar Monaten zu einem elternlosen Ehepaar aufs Land gebracht wird, erhält dort Raum, Zeit und Zuneigung. Eine wunderschöne Geschichte - ich war mittendrin.