Eigentlich ist das Buch die Geschichte einer Vergewaltigung und die Folgen, die diese auf das gesamte Leben der junge Margaret hat. Margaret wächst Anfang des 20. Jahrhunderts in einer dörflichen Region der Schweiz auf. Die damalige Gesellschaft gestand Frauen nicht zu, alleine über ihr Schicksal zu bestimmen, so dass Vater und Bruder für Margaret tiefgreifende Entscheidungen treffen, denen diese sich fügen muss, ohne selbst angehört zu werden. Der Roman schildert sehr nüchtern das Leben der Margaret ohne auf gesellschaftliche und politische Einflüsse einzugehen, Themen wie der erste und zweite Weltkrieg, soziale Zwänge und Kontrolle, Homosexualität werden angedeutet, aber dabei bleibt es dann auch. Gefühle und Gedanken der Protagonistin werden ausgespart und sind nur indirekt ersichtlich. Ich bin Margaret nie wirklich nahegekommen und auch die etwas unbeholfen wirkende Sprache mit ihren vielen klischeehaften Phrasen hat dazu beigetragen, dass die Geschichte für mich nie lebendig wurde.