Als Kind wird Lorna in ihrer Hochaussiedlung von allen bewundert, sie spielt Fussball und setzt sich für Schwächere ein. Der Ich-Erzähler Markus erzählt in dieser Novelle ihre Jugendgeschichte. Plötzlich geht mit Lorna eine Verwandlung vor sich, die weitreichende Konsequenzen auch für ihr Umfeld nach sich zieht.
Eine tragische Geschichte, in einer sehr schönen Sprache erzählt. Paul Maar lässt Markus einzigartige Vergleiche anstellen, bei denen man weiss, um was es sich handelt, jedoch selbst kaum auf eine derartige Beschreibung gekommen wäre. So z. B. eine Halterung auf Rollen, an der an einem Haken ein mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllter Plastiksack hängt von der Grösse des mit Apfelschnitten gefüllten Behälters, den er früher in der Kindergartentasche mit sich trug, für eine Infusion.
Die gelungene Sprache lässt oft um die Ecke denken und schmunzeln. Der Verlauf der Geschichte ist jedoch traurig und wird bei mir sicher noch länger nachhallen.