Der Anfang hat mich direkt abgeholt. Das Worldbuilding und die Prämisse fand ich sehr spannend. Doch schon bald habe ich das Interesse verloren, weil jede Kleinigkeit von der Protagonistin Odessa zerdenkt wird. Paragraphe, die nur aus Fragen bestehen, die sich zudem alle paar Seiten wiederholen, fand ich mühsam.
Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem die Protagonistin so viel badet. Bis aus Yumi and the Nightmare Painter vielleicht. Auch sonst bleibt die Geschichte bis zur 80% Marke eher monoton mit abwechselnd viel reiten, baden, und ein wenig Training.
Die Aufgabe des Sparrow hat sich mir über die ganzen 700 Seiten nicht erschlossen. Odessa hätte keine Prinzessin sein müssen, ebenso gut hätte sie diese Reise als Zofe der Prinzessin antreten können. Auch die Ehe mit dem Kronprinzen spiele keine Rolle und die Chemie zwischen Odessa und dem Love Interest passte für mich auch nicht. Es war weder Slow Burn noch Enemies to Lover, sondern Insa Lust mit einem verbotenen Beschützer.
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch für Romantasy-Fans funktioniert, die Odessa als Platzhalter für die Leserin sehen. Denn ohne selbst viel zu leisten, ist sie das Zentrum der Welt.