Don’t Let the Forest In ist ein atmosphärisch dichtes und sprachlich außergewöhnliches Werk, das lange nachhallt. CG Drews erschafft darin eine Welt voller Schönheit und Schrecken – poetisch, brutal und zutiefst berührend. Im Mittelpunkt stehen Andrew und Thomas, die nachts in den Wäldern rund um die Wickwood Academy gegen Monster kämpfen, um ihre Schule zu beschützen. Andrew schreibt Geschichten, Thomas zeichnet sie. Seit dem letzten Schuljahr ist jedoch alles anders: Andrews Schwester Dove, einst Teil des Trios, zieht sich immer weiter zurück. Zwischen Andrew und Thomas entsteht eine fragile, emotionale Nähe, die das Buch auf bewegende Weise begleitet. Drews schreibt mit einer seltenen Sprachkraft. Ihre Worte sind Bilder, manchmal sanft und zärtlich, manchmal grausam und schmerzhaft. Die kunstvollen Illustrationen und kurzen Texte zwischen den Kapiteln machen das Buch zu einem Gesamtkunstwerk – ein literarisches Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Don’t Let the Forest In wird als Botanical Horror bezeichnet, erinnert aber zugleich an die Magie von Tintenherz und die emotionale Tiefe von Die Brücke nach Terabithia. Auch Fans von Das Labyrinth des Fauns werden hier ganz auf ihre Kosten kommen. Ein poetischer Albtraum, den man nicht vergisst. Ich freue mich bereits auf Hazelthorn, das auf Englisch bereits erschienen ist und im kommenden Jahr auf Deutsch folgen wird.