“Polina” ist ein sprachlich wie literarisch sehr wertvoller Roman. Takis Würger erzählt die Geschichte mit einer fein romantisierenden Sprache, die warm berührt, ohne jemals kitschig zu wirken. Gerade diese Zurückhaltung macht den Ton des Buches so besonders.
Thematisch hat mich vor allem das Klavierspiel begeistert, das nicht nur als Motiv, sondern als emotionaler Träger der Geschichte fungiert. Die Liebesgeschichte entfaltet sich ruhig, mit einer eigenen Dramaturgie, die weniger auf große Gesten als auf Zwischentöne setzt.
Was dieses Buch für mich besonders auszeichnet, ist die Art, wie erzählt wird: ruhig, sensibel, mit großer sprachlicher Eleganz. “Polina” ist ein Roman, der nachklingt und den man nicht nur liest, sondern fühlt.