Ein Buch, das mich sehr berührt hat - durch die leise, oft auch lyrische, aber eindringliche und präzise Sprache und durch den Inhalt. Das Hörbuch ist sehr gut gesprochen. Mit “Transantlantik” verwebt Column McCann verschiedene Themen über ein Jahrhundert hinweg. Es geht um Rassismus, um Menschlichkeit und um Frauen.
Von Frederick Douglass, ein Sklave, der 1845 nach Irland reist und sich dort für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt. Er sieht die Klassenunterschiede, die dort herrschen, die bittere Armut und das Elend, in welchem viele Menschen leben. Seine inneren Konflikte werden deutlich.
Über vier Frauenfiguren wird die Geschichte vernetzt bis zum Jahr 1998, in welchem der amerikanische Senator George Mitchell in den irischen Friedensprozess verwickelt ist. Die Frauenfiguren werden eingeleitet durch ein Dienstmädchen, welches in Amerika von Douglass inspiriert versucht, in Amerika ein besseres Leben zu erreichen. Briefe verbinden die Geschichten, Erinnerungen und dienen als Faden zwischen den Zeiten und der Geschichte.
Ein Buch, das nicht nur Geschichte, sondern auch Menschlichkeit beschreibt - ein Lese- oder Hörgenuss.
- In Nordirland bleibt nichts unbemerkt, nicht einmal das Offensichtliche.
- Ich hatte keine Verwendung für ihre Barmherzigkeit und wenn sie blieben, würde ich nicht bleiben. Als ich mich zu ihnen setzte, lag unter ihrem Schweigen eine Zärtlichkeit. Wir müssen der Welt Bewunderung dafür zollen, dass sie nicht einfach endet und uns im Stich lässt.