Dieses Buch hat mich nicht kaltgelassen.
Aber es hat mich auch nicht ganz festgehalten. Der Schreibstil hat mir wirklich richtig gut gefallen. Er ist leicht, modern, warm ich bin schnell ins Lesen gekommen und habe mich wohlgefühlt. Die Emotionen waren da, das hat man gespürt. Und trotzdem hat mir etwas gefehlt.
𝑴𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑮𝒆𝒅𝒂𝒏𝒌𝒆𝒏:
Jude kehrt nur widerwillig in ihre Heimat zurück. Alles dort steht für das, wovor sie flieht: Ruhe, Beständigkeit, Ankommen. Das fand ich sehr greifbar und gut erzählt.
Und dann ist da James. Grummelig, schlagfertig, mit Ecken und Kanten. Der Schlagabtausch zwischen ihm und Jude war für mich das Beste am ganzen Buch. Ihre Dialoge haben gelebt, waren ehrlich, witzig und genau das, was mir zwischendurch ein Lächeln geschenkt hat. Aber obwohl die Emotionen spürbar waren und obwohl ich den Schreibstil wirklich mochte, hat mich die Geschichte als Ganzes nicht ganz erreicht. Mir hat dieses gewisse Etwas gefehlt dieser Moment, in dem es klickt, in dem man tiefer fühlt, mehr mitgeht, länger darüber nachdenkt. Und das fand ich schade.
Nicht, weil das Buch schlecht war sondern weil es sich angefühlt hat, als wäre mehr möglich gewesen.
𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕:
Ein Buch mit Herz, starken Dialogen und einem richtig schönen Schreibstil. Für mich persönlich aber eines, das mich emotional nicht ganz festhalten konnte obwohl es nah dran war.