Eine kurzweilige Weihnachtsgeschichte, die mich über die Festtage bestens unterhalten hat. Ich gebe zu: Nachdem mich Weihnachtsgeschichten bisher nicht besonders überzeugt hatten, wollte ich einem Weihnachtskrimi doch noch eine Chance geben. Gleichzeitig war es auch die letzte Gelegenheit in diesem Jahr, noch einen zu lesen, bevor Weihnachten wieder vorbei war.
Die Geschichte ist liebevoll erzählt und hat ein angenehmes Erzähltempo. Man steigt relativ direkt ein, ein wenig Vorgeplänkel gibt es zwar, doch ich wurde schnell von der Handlung absorbiert und las das Buch fast in einem Rutsch durch. Von Anfang an macht Ernest, der Detektiv, klar, dass er die Geschichte im Rückblick niederschreibt und dass man als Leserin oder Leser alle Hinweise erhält, die auch ihm zur Verfügung standen, um den Fall zu lösen.
Das Buch scheint halbwegs Teil einer Reihe zu sein, denn Ernest nimmt zwischendurch Bezug auf zwei weitere Fälle. Das störte mich jedoch überhaupt nicht. Der Autor erklärt stets gut genug, wie die Figuren zueinander stehen und was zuvor ungefähr geschehen ist, sodass man die Charaktere und ihre Handlungen problemlos versteht.
Trotz der vielen kleinen Hinweise gelang es mir nicht, den wahren Mörder zu identifizieren. Erst auf den letzten Seiten, als Ernest alles auflöst, erkannte ich die Verstrickungen ebenfalls. Mich dünkt, die Auflösung sei weder weit hergeholt noch unlogisch, sondern mache vollkommen Sinn.
Die Zahl der Verdächtigen ist gross, doch am Ende gibt es nur einen Mörder, aber viele Schuldige. Mir hat die Geschichte wirklich sehr viel Spass gemacht. Der Autor beweist Humor und schreibt äusserst unterhaltsam. Ich werde ihn mir auf jeden Fall merken und schauen, ob ich noch weitere Bücher von ihm finde.
Ich empfehle dieses Buch allen Krimi- und Weihnachtsfans, die ein amüsantes, gemütliches Buch suchen, um zwischen den Festtagen etwas abzuschalten.