
Da dieses Buch hier nicht gelistet ist, erfolgt meine Bewertung auf diese Art.
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Füf Schtärne, me geit nid!
In diesem „Läbchueche“ sind neue und alte Weihnachtsgeschichten auf Berndeutsch von Lars Lepperhoff, Elisabeth Zurbrügg, Ursula Lehmann, Heinz Stauffer, Ueli Tobler, Marta Wild, Gertrud Lauterjung zu finden. Zum Vorlesen oder selbstverständlich auch zum alleine Geniessen.
Erster Eindruck: Ein wunderbares Hardcover – der Lebkuchen animiert richtig zum Reinbeissen! Und im Innern überzeugt das schlichte, aber grosszügige Layout, das das Lesen einfach macht.
Berndeutsche Geschichten liebe ich, denn ich liebe „meinen“ Dialekt Berndeutsch. Je nach Region ist das Berndeutsch unterschiedlich, dazu kommen sonstige Einfärbungen der Sprache. Das Lesen in Mundart versetzt mich immer ein wenig in ein volkstümliches Theaterstück, vor allem wenn alte berndeutsche Wörter verwendet werden, die heute kaum noch bekannt sind.
Hier zwei Beispiele:
- „Mir het ds Härz bis i Hals ufe gchlopfet vor Glück, wo mer i Schnyders schöner Stube vor däm Wunderboum gstande sy. U dem Noldi, däm guete Bueb, isch wahrhaftig ds Ougewasser über d’Backe ab grünelet, ohni dass ers g’achtet het.“
- „U was gwichte doch die Chnörz, wo mir Mönsche mängisch mitenand hei? Am Änd vom Läbe sy si nid schwärer als es dürs Blatt!“
Dieses Buch (bzw. Büchlein mit 80 Seiten) hat bereits ein paar Jahre auf meinem SUB verbracht – immer drängelten andere Bücher sich hervor und der arme „Läbchueche“ blieb zurück. Doch diese Weihnachten war sein Jahr und er wurde endlich zum Lesen hervorgenommen! Ein wunderbares Buch mit sehr schönen Texten auf Berndeutsch; vielen Dank! Wohlverdiente 5 Sterne und meine absolute Empfehlung.
Sterne: 5 / 5