Die Fotografin Madison „Maddie“ Allen hat drei Kinder erfolgreich grossgezogen – sie sind erwachsen und gehen eigene Wege. Maddie wohnt und arbeitet in einer alten Feuerwache in New York. Sie ist sehr erfolgreich und kann sich ihre Aufträge aussuchen. Bei einem Haushaltsunfall trägt sie einen gebrochenen Knöchel davon, der sie zum Nachdenken bringt. Nicht der Knöchel selbst, sondern der Auslöser: die gefundenen Briefe ihrer früheren Partner. Sie will sie besuchen und begibt sich auf einen Roadtrip der besonderen Art…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover mit einer Küstenlandschaft – gefällt mir sehr.
Maddie hat drei Kinder: Deanna, Ben und Milagra. Nur die älteste Tochter, Deanna, wohnt in New York, die beiden anderen wohnen weit weg und so sehen sie sich selten. Aber Maddie beklagt sich nie, obwohl sie sich mehr Kontakt mit ihren Kindern und Grosskindern wünscht.
Es dauerte nicht lange bis ich mich schon ärgerte, und zwar über Deanna. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf und gewohnt, allen zu sagen, wie sie es haben will. So auch bei ihrer Mutter. Als sie erfährt, dass ihre Mutter von der Leiter gefallen ist, will sie sie gleich zu „Betreutes Wohnen“ anmelden, dabei ist ihre Mutter gerade mal 58 Jahre alt! Dann solle sie zumindest eine Pflege zu sich ins Haus holen oder noch besser, die verhasste Feuerwache verkaufen. Empathie ist für Deanna ein Fremdwort. Sie hasst zwar das Gebäude, aber zugleich will sie es als Location für eine ihrer Benefiz-Veranstaltungen. Doch Maddie sagt Nein. Nein? Das gibt es doch gar nicht!
Ich war richtig erleichtert, als Maddie sich auf den Roadtrip begab – nur weg von Deanna und ihren Holzhammermethoden! Es wird eine ganz besondere Reise, denn sie weiss nicht, ob sie die drei Männer, die sie einst geliebt hatte, treffen kann und wie sie sich dabei fühlen wird. Und sie hofft, auch ihre anderen beiden Kinder auf ihrer Reise besuchen zu können.
Mir hat der Roadtrip sehr gefallen – er hat mich aber auch zum Nachdenken gebracht: Welchen Einfluss haben Entscheidungen für die Zukunft? Und welche Hoffnungen soll man in die Zukunft setzen? Ich würde gerne noch mehr über den Roadtrip erzählen, aber da ich nicht spoilern will, muss ich mir das verkneifen. Ein aufregender Abschluss – 5 Sterne.