Das Buch ist der Erstling von Biedermann und er wird damit von allen Seiten sehr hoch gelobt und das Buch wird gar für den Schweizer Buchpreis nominiert und ist ausgezeichnet als Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025.
Wie weit das Buch auch noch Autobiographische Züge hat, vermag ich nicht zu sagen, könnte aber sehr wohl sein. Leider hat es für meinen Geschmack zu viele Sprünge der Geschichte und dem Schicksal einer Adelsfamilie in Ungarn. Es beginnt mit dem Baron Sandor vor dem ersten Weltkrieg und zeigt die Entwicklung der Adelsfamilie aber immer nur in kurzen Sätzen, welche wie achtlos und scheinbar ohne Zusammenhang aufs Papier gebracht werden.
Nach Sandor übernimmt sein Sohn, Lajos, für welchen er nie Gefühle zeigte, im Gegenteil ihn als nicht existent angesehen hat. Er rettet den Familienbesitz und vermehrt ihn auch noch, nachdem Sandor alles im Alkohol ertränkt und verlottern liess. Lajos führt die Familie durch den zweiten Weltkrieg nimmt die Enteignungen und Demütigen stoisch hin nur seine beiden Kinder lehnen sich gegen all das auf in dem sie auch im Untergrund bei der Revolution mithelfen. Der Ungarenaufstand wird nur noch kurz beschrieben ebenso die Flucht der beiden Jugendlichen.
Es ist sehr schade, dass alles immer nur kurz angeschnitten wird aber im Buch nichts vertieft wurde.