Ich bin mir unsicher, wo ich überhaupt anfangen soll, denn mit dieser Geschichte habe ich ehrlich gesagt nicht gerechten und das auf positive Weise. Sie hat mich völlig überrascht und schnell in den Bann gezogen. Trotz der beklemmenden Szenen, die den Alltag der Jugendlichen in der Jugenderziehungsanstalt Aarburg schildern, konnte ich dieses Buch kaum aus den Händen legen. Linda macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihres Grossvaters und deckt dabei beängstigende Geheimnisse auf. Dabei verstrickt sie sich in ein Geflecht aus Intrigen und Lügen und ich habe bis zum Ende nicht gewusst wer hier der Täter ist.
Sascha überzeugt mich mit seinem einnehmenden Schreibstil. Wenn man bedenkt, dass das Buch nicht viele Seiten hat, ist es umso beeindruckender, wie spannend die Geschichte erzählt wird. Linda ist eine willensstarke und kämpferische Protagonistin, sie setzt sich durch und lässt sich von niemandem aufhalten. Stück für Stück kommt sie der Wahrheit auf die Schliche.
Ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Geschehnisse in Aarburg vorher nicht bekannt waren. Die Schilderungen haben mich tief berührt und zu erfahren, wie viele junge Menschen dort gelitten haben, empfinde ich als sehr traurig.
Am Ende des Buchs gibt es einen sogenannten «Fachteil». Hier beschreibt Dr. phil. Werner A. Disler, ehemaliger Erzieher, seine Erlebnisse in der Jugenderziehungsanstalt schildert. Damit findet das Buch einen perfekten Abschluss.
Ein packendes Buch mit einer starken Protagonistin und fesselndem Schreibstil. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die fesselnde Krimis mögen und sich für bewegende Geschichten auf wahren Begebenheiten interessieren.