Der Junge von Rebekah Stoke ist mein zweites Werk der Autorin. Da mir ihr erstes Buch sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt ein weiteres lesen, beziehungsweise in diesem Fall als Hörbuch hören.
Die Geschichte handelt von Billy, einem Jungen, den viele für „komisch“ oder sogar „dumm“ halten. Sein Verhalten und das Zusammenleben mit seiner Mutter sind alles andere als normal. Es gibt zahlreiche schreckliche Geheimnisse, und auch Amanda wird sich dessen bewusst, als sie mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern nach Lake Charles zieht. Auf seltsame Weise fühlt sie sich mit Billy verbunden. Ihr Ehemann hingegen kann diese Verbindung weder nachvollziehen noch akzeptieren; er mag den Jungen nicht und beginnt daher, nach Spuren und Hinweisen zu suchen, was hier tatsächlich verborgen wird.
Die Stimme des Hörbuchs empfand ich passend, wenn auch für meinen Geschmack stellenweise etwas zu monoton. Die Geschichte wird schonungslos und grausam erzählt, ergänzt durch einige Rückblenden in der Vergangenheit, die wichtige Hintergründe und Zusammenhänge verdeutlichen.
Leider konnte mich die Handlung insgesamt überhaupt nicht fesseln, obwohl ich Thriller eigentlich liebe. Ich wollte nicht abbrechen, da ich hoffte, es würden noch spannende Momente oder unerwartete Wendungen folgen. Doch mir fehlte vor allem das Miträtseln – genau das, was mir bei Thrillern besonders “Freude” bereitet und mich normalerweise komplett in die Geschichte hineinzieht.
Wer eher erzählerische Thriller mag, die ohne viele Handlungsstränge auskommen, wird mit diesem Werk vermutlich zufrieden sein. Für mich persönlich blieb es jedoch hinter meinen Erwartungen zurück.