Noch immer ist Josie verschwunden, doch die wiedergefundenen Freundinnen geben nicht auf, nach ihr zu suchen. Besonders jetzt, wo es neue Hinweise gibt. Doch für Odina ist das nicht die einzige Herausforderung im Leben. Ihre Eltern haben sich entschieden zurück nach Italien zu gehen und ihr Bruder ist ebenfalls ausser Reichweite. Die Wohnung wird ihr von der Verwaltung entzogen und auch beruflich stellen sich ihr immer mehr Hürden in den Weg. Und auch ihr Expartner und Vater ihres Kindes bedrängt und bedroht sie zunehmend mehr. Trotz allem bleibt Odina die Freundlichkeit in Person. Da ist es nur nachvollziehbar, dass sie sich mit dem gutaussehenden, charmanten und überaus erwachsenen kleinen Bruder ihrer Freundin gerne die Zeit vertreibt und somit ihrem Alltag für kurze Zeit entfliehen kann. Doch Odina merkt schnell, dass jede Flucht in Träumereien irgendwann in die harte Realität zurückführt, und muss sich ihren eigenen Dämonen und ihrer Taten stellen.
Auch im dritten Buch bleibt der Schreibstil flüssig und der rote Faden zieht sich durch die gesamte Geschichte durch. Kristina Moninger hat mit Odina eine facettenreiche Protagonistin erschaffen, welche pflichtbewusst, freundlich und loyal ist, aber innerlich tiefe Abgründe und Sehnsüchte verspürt. Mit Noah kann sie sich diesen Seiten endlich öffnen und wieder Vertrauen in einen Mann fassen. Zudem finden sich in diesem Teil eindeutig mehr spicy Abschnitte als in den vorherigen 2 Büchern. Bis jetzt hat mir Odina in dieser Buch-Reihe als Person und in ihrer Geschichte am besten gefallen und empfehlenswert für gemütliche Lesestunden.